IGS Edigheim

Förderverein

Gesamtschule Edigheim: Naturerlebnisse als Ziel / „Schäden durch Vandalismus"

LUDWIGSHAFEN. Der Schulhof und das gesamte Außengelände seit 40 Jahren unverändert, großflächig ver­siegelt, verwildert oder durch inten­sive Benutzung beschädigt - so sah bis vor gut eineinhalb Jahren das Au­ßengelände der Gesamtschule Edig­heim aus. Doch das war einmal, seit Schüler, Eltern und Lehrer selbst Hand angelegt haben. Abschnitt für Abschnitt sind auf 10 000 Quadrat­metern ein ganz besonderer Schul­garten entstanden.

Der „NaturErlebnisRaum", so der Name des Projekts, mit dem sich die Schule bei der Aktion „Hol die Oberbürgermeisterin" erfolgreich bewor­ben hat, hat schon Kräuter- und Ge­müsebeete, eine Obstwiese und eine Imkerei zu bieten. „Steine zu schlep­pen, war eine ziemliche Tortur", be­richten Suphachai Jangjan undAdrianVogt (beide 14). Ihre  Jahrgangskameraden Finn Ritthaler und Davina Vogt zupften Unkraut und schnitten Obstbäume unter Anleitung zurück. Sie machen nächstes Jahr weiter. Dann kommen ein Schulwingert und ein Mountainbike-Parcours dazu, auch dank der Unterstützung durch Stiftungen und ortsansässiger Firmen.

Zaun gewünscht

„Die Jugendlichen identifizieren sich mit der Schule und auch mit der Natur", betont Schulleiter Rainer Fi­scher. Für den Unterricht bieten sich neue Ansätze, und sei es auch nur, mal zu schauen, was im Sommer dort alles krabbelt.

„Was uns jetzt noch zu schaffen macht, sind Schäden durch Vanda­lismus", beklagte Marion von Brock­hausen vom Förderverein beim Rundgang mit Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. Denn das Gelände ist von der Feldseite her ungeschützt und offen. „Ein Zaun wäre wün­schenswert", so von Brockhausen. Sie koordiniert den Einsatz der frei­willigen Helfer. „Jeden Samstagvormittag sind zehn bis 20 Schüler und Eltern da. Viele Väter sind hand­werklich geschickt. Was wir können, machen wir in Eigenleistung." Es fehlt am Material für den Zaun, und hier hofft sie auf städtische Hilfe.

Steinruck wollte nichts verspre­chen, lobte aber das „vorbildliche Engagement". Das müsse hono­riert werden. Zumal nächstes Jahr ein moderner Klassenraum zur Be­rufs- und Studienorientierung ent­stehen soll, wenn der erste Jahrgang an der Gesamtschule das Abitur macht. Der neue Raum muss gesi­chert werden, sind sich die Rathaus­chefin und Schulleitung einig. hbg