IGS Edigheim

Förderverein

„Hol die OB“: Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck macht sich ein Bild vom Projekt „Natur Erlebnis Raum“ der IGS Edigheim

HoldieOBBewundernd streift Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (56, SPD) mit der Vorsitzenden des Fördervereins und Rektor Rainer Fischer über das neu gestaltete Außengelände der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Edigheim. Das Projekt hat im November auf dem städtischen Internet-Portal „Hol die OB“ 37 Stimmen bekommen. Das reichte für Platz eins. OB Steinruck hat deshalb gestern die IGS besucht.

Interessiert lässt sich Steinruck die Gedankengänge zur Bepflanzung der zirka 25.000 Quadratmeter großen Außenfläche erklären. „Einer der besonders schönen Termine“, wie sie findet. Marion von Brockhausen vom Förderverein betont, dass es sich hier beim Projekt „Natur Erlebnis Raum“ sowohl bei der Gestaltung wie bei der Umsetzung um ein Gemeinschaftsprojekt von Schülern, Eltern und Lehrern handelt. Seit 2016 wurden hier Unmengen von Beton weggeschafft, Bäume und Sträucher entfernt und das Areal naturnah aufgebaut.Durch das große Engagement der Schüler konnte auch das Empfinden für achtlos weggeworfenen Müll im Schulhof geschärft werden. „Sie identifizieren sich jetzt deutlich mehr mit ihrer Schule“, findet Alexander Dejon, stellvertretender Schulleiter. Immerhin sind seit eineinhalb Jahren jeden Samstag zehn bis 20 fleißige Helfer bei der Arbeit. Mit den Ratschlägen der Gartenakademie wurden Stauden gewählt, die sowohl der hiesigen Witterung trotzen als auch kleinen Tieren Unterschlupf geben. Genauso wurde bei den Obstbäumen verfahren: Nur „alte Sorten“ sind ausgewählt worden. Bei diesem Thema hat sich Finn Ritthaler, 14, besonders eingebracht. Er hat von einem professionellen Baumpfleger den Rückschnitt gelernt und konnte in diesem Jahr bereits Äpfel, Birnen und Quitten ernten.

80 Gläser Bio-Honig, so Schulrektor Fischer, fiel von den Bienenstöcken als Ertrag ab. Die Kleingemüsebeete hat Davina Vogt, 14 , über den Sommer hinweg betreut. Für die Pflege des Geländes sollen Paten garantieren, die für bestimmte Teile des Gartens zuständig sind.

Es gibt immer noch Ziele, wie von Brockhausen meint: Der Mountainbike-Parcours hinter den großen Beachvolleyball-Feldern ist erst in den Anfängen. Zwei Hügel sind durch eine Kooperation mit der Firma Strickler entstanden. Den Rest der Strecke werden Schüler und Eltern in Eigenregie anlegen.

Steinruck bemerkt abschließend, dass sie es toll finde, durch das im Oktober nach Heidelberger Vorbild eingeführte Projekt „Hol die OB“ solche außergewöhnlichen Termine fernab ihres Alltagsgeschäfts wahrnehmen zu können. Ein großes Anliegen hat die Vorsitzende des Fördervereins noch: „Wir brauchen einen Zaun, der das Gelände von hinten abschließt.“ Durch Vandalismus entstünden nach jedem Wochenende Schäden. Ein Zaun würde 5000 Euro kosten. Bisher seien erst 1500 Euro erwirtschaftet worden. Daher bittet sie um Spenden, damit das Engagement der Beteiligten nicht umsonst gewesen ist.
Von Claudia Matheis