IGS Edigheim

Förderverein

Die Edigheimerin Marion von Brockhausen will mit dem Förderverein der Gesamtschule den Schulhof naturnah umgestalten

Marion von Brockhausen hat einen ambitionierten Plan: Die Edigheimerin will das teils versiegelte, teils verwilderte Außengelände der Integrierten Gesamtschule Edigheim (IGS) naturnah umgestalten. 80.000 bis 100.000 Euro veranschlagt sie für ihr Vorhaben. Schon im Herbst soll das Projekt starten. Die Initiatorin setzt auf das Engagement von Lehrern, Schülern und Eltern.

Im Dezember hat Marion von Brockhausen damit begonnen, sich Gedanken über den Ausbau des Schulgarten- und Pausenhofgeländes an der IGS zu machen. Inzwischen hat die 61-Jährige ein Konzept mit Hand und Fuß samt Finanzierungsplan erarbeitet und verschiedene Partner mit ins Boot geholt.Dass sie keine Mittel von der Ludwigshafener Stadtverwaltung zu erwarten hat, war ihr schnell klar: Wegen der defizitären Haushaltssituation könne die Stadt derzeit nur in Gebäude, nicht aber in Außengelände von Schulen investieren, sei ihr aus dem Rathaus signalisiert worden. Weil das IGS-Gelände aber an den Oggersheimer Altrheingraben angrenzt, hat sich für die Gartenliebhaberin eine andere Tür geöffnet. Im Rahmen der Renaturierung dieses Bachlaufs durch die Aktion blau plus des Mainzer Umweltministeriums kann von Brockhausen auf einen gewichtigen Partner bauen.

Der IGS-Förderverein um den Vorsitzenden Jürgen Müller, der das Projekt gemeinsam mit der Koordinatorin von Brockhausen verantwortet, will ebenfalls seinen Teil beisteuern. Außerdem hat die Initiatorin noch den Otterstadter Verein Naturspur für ihr Vorhaben gewonnen. Dieser Verein bietet zum einen Natur- und Umweltbildungsarbeit an. Er gestaltet zudem mit Kindern und Jugendlichen, Eltern und Anwohnern naturnahe Spiellandschaften. „Naturspur wird gemeinsam mit Schülern und Lehrern einen Plan für die Umgestaltung des Außengeländes erarbeiten“, erklärt Marion von Brockhausen.

Los geht es bereits am 4. Mai an der IGS mit einer Planungswerkstatt. Die Gesamtschüler sollen dabei Ideen für die Neugestaltung ihres Schulhofs entwickeln. Beim Schulfest am 4. Juni sollen dann Modelle dieser Ideen ausgestellt werden. Die Koordinatorin hofft, dass sie schon im Herbst mit der Umsetzung einzelner Projekte beginnen kann.

Besonders liegt von Brockhausen am Herzen, die Betonwüste rund um die Schule aufzubrechen und durch viel Grün zu ersetzen. Weiterhin schweben ihr ein Sandplatz für Ballspiele, ein Trimm-dich-Pfad im angrenzenden Wäldchen und die Neugestaltung des Schulgartens mit Obstbäumen vor. Dieser befindet sich seit vielen Jahren im Dornröschenschlaf und ist kaum mehr als Garten zu erkennen.

Von Brockhausen hofft darauf, in den nördlichen Stadtteilen Sponsoren zu finden, die den IGS-Förderverein bei diesem Großprojekt finanziell unter die Arme greifen. Sie ist davon überzeugt, dass ein naturnah gestaltetes Außengelände rund um die Schule nicht nur den Schülern, sondern allen Stadtteilbewohnern als parkähnlicher Naherholungsbereich zugute kommen kann. (evo)